Eine Sommerliebe und ein one night stand

by back2map

Unsere Reise durch das Festland von Kanada ging hauptsächlich durch British Columbia und den National Park von Banff. Kanada ist riesig und man muss letztendlich entscheiden welchen Teil von dem Land man besuchen möchte. Unsere Beziehung zu BC hat sich schnell vertieft und wir haben uns nach ein paar Tagen schnell in diesen Ort verliebt. Wir waren oft, dank der Nebensaison, alleine in der Mitte der Natur. Wir wussten schon von Anfang an dass wir nicht genug Zeit hätten um auch Alberta so intensiv zu besuchen, aber wir wollten trotzdem ein Teil von Alberta kennen lernen. Ganz besonders, wollten wir das Naturschutzgebiet in Banff sehen. In diesem Artikel werden wir euch unsere Route beschreiben und unsere Erfahrungen und Entdeckungen vorstellen. Falls ihr mehr Interesse habt in die Natur von Kanada einzutauchen, könnt ihr in diesem Artikel mehr über die Naturschutzgebiete von BC und Banff lesen: Liebe auf den ersten Blick

Reise durch BC und Banff

 

Die Route auf unserer Reise

Nach Vancouver Island mussten wir unsere Route durch BC planen. Am Ende haben wir uns entschlossen den Highway 1 bis Banff zu fahren und danach durch den Highway 3 nach Vancouver zurück zu kehren. Wir haben nur unsere Route ein bisschen geändert während der Fahrt um Kelowna und Penticton zu besuchen. Beide Highways sind gemütlich zu fahren und ihr werdet alles finden was man braucht direkt neben der Autobahn. Es gibt immer wieder Supermärkte, Restaurants oder Kaffees. Die Autobahn ist so angelegt das es sehr einfach ist davon abzufahren um eine Pause zu machen und genau so einfach wieder auf die Autobahn zu kommen um weiter zu fahren(nicht wie in den USA).

Wir waren nur ein bisschen überrascht dass man nur 110 km/h fahren darf. Die Autobahn ist sehr gut und man könnte ruhig schneller fahren. Normalerweise ist die höchste erlaubte Geschwindigkeit 100 km/h und manchmal 110 km/h. Wir raten euch ab Nachts zu fahren. Die Autobahn sind nicht beleuchtet und es ist echt schwierig und gefährlich. Uns hat es nicht gewundert als wir gelesen haben dass die meisten Unfälle in Kanada Nachts stattfinden.

Reise durch BC und Banff

 

Penticton

Erst wollten wir den Highway 1 fahren. Irgendwann haben wir uns umentschieden und sind nach Penticton gefahren um danach wieder die 1 bis Banff zu fahren. Penticton ist eine schöne Stadt mit zwei Stränden. Die Atmosphäre hat uns an Meerstädte erinnert, auch wenn beide Strände dort an Seen liegen und nicht am Meer. Zum Glück war es nicht so voll zu der Zeit wenn wir da waren. Wir waren dort in der Nebensaison und die vielen Hotels, Motels und Restaurants waren noch nicht voll besucht. Aber man hat schon geahnt, dass es in der Hochsaison gut besucht sein sollte.

Es war einer von diesen Tagen wo wir wirklich Schwierigkeiten hatten um ein kostenlosen Parkplatz für die Nacht zu finden. Wir haben uns dann entschieden was zu essen auf einem Parkplatz für Fahrzeuge mit Bootsanhängern neben dem See und danach mit neuen Kräften ein Parkplatz für die Nacht zu finden. Nach dem Essen haben wir uns schnell auf den Weg gemacht.

Leider waren wir mehr darauf konzentriert einen Parkplatz für die Nacht zu finden, als die ganzen Flaschen von Wasser, Bier und Öl hinten im Wohnmobil richtig zu befestigen. Das Ergebnis hat Geda am meisten geärgert. Sie hatte zum zweiten Mal nach dem Kochen und Abwaschen die Flaschen ungesichert auf der Arbeitsfläche gelassen und nicht irgendwo befestigt für die Fahrt. Überall war Öl und Wasser…Sogar an der Decke war Wasser! Nach mehr oder weniger einer halben Stunde putzen hatten wir kein Bock mehr ein Parkplatz zu suchen und haben gleich dort an der Straße wo wir gehalten haben um den Wagen zu putzen gepennt.

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Kelowna

Auf unserem Weg nach Penticton haben wir schon bemerkt dass die Autobahn von Kelowna nach Penticton unglaublich schön ist. Leider hatten wir keine Zeit gehabt um anzuhalten um sie uns gemütlich an zu sehen. Deswegen haben wir uns entschieden in Penticton zu frühstücken und danach ganz langsam nach Kelowna zu fahren. Die Strecke ist einfach unmöglich zu beschreiben. Die Autobahn geht an den Seen entlang und man hat auf einer Seite die Berge, an der anderen die Seen und nach den Seen kommen Berge auf der anderen Seite. Der Blick ist umwerfend und man hat viele Möglichkeiten um anzuhalten und es in Ruhe zu betrachten.

Wir müssen zugeben es war eine der schönsten Strecken die wir je gefahren sind. Dazu kommt das die höchste erlaubte Geschwindigkeit recht niedrig ist, was den Fahrer und Beifahrer erlaubt es zu genießen. Obwohl Kelowna, ganz schön ist, haben wir viel mehr Zeit in dem Myra-Bellevue park verbracht als in der Stadt an sich. Lasst euch diese maximal 1 Stunde fahrt auf keinen Fall entgehen!

Wenn ihr mehr über den Park wissen wollt, könnt ihr in diesem Artikel mehr dazu lesen: Die Natur kämpft sich ihren Platz zurück

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Nach jeden 100 km findet man eine Tankstelle?!

Banff und die Rockies waren unsere nächsten Ziele und wir waren nun bereit uns auf den Weg zu machen. Die Benzinpreise in Kanada sind jeden Tag unterschiedlich und auch von Ort zu Ort können sie variieren. In Kelowna war der Benzinpreis zu teuer für uns. Deswegen haben wir uns gedacht wir tanken irgendwo auf dem Weg. Wir dachten es wird schon alle 100 km eine Tankstelle geben. Leider haben wir die Schilder nicht gesehen wo drauf stand dass die nächste Tankstelle 190km entfernt war. Und damit haben wir Blut und Wasser geschwitzt und gehofft dass unser Benzin auf dem Berg auf und Berg ab reichen würde bis wir die nächste Tankstelle erreichen.

Zu unserem Glück reichte die Menge Benzin in unserem Tank gerade aus, obwohl der Zeiger der Anzeige schon auflag als wir an der lang ersehnten Tankstelle ankamen. Nie waren wir so glücklich eine Tankstelle zu sehen. Wir haben gejubelt und uns umarmt. Mit dem vollen Tank haben wir uns erlaubt einen Bürger in eine Bürgerkette zu genießen um zu feiern, dass wir es bis zu der Tankstelle geschafft haben. Übrigens, der Preis war genau so teuer wie in Kelowna, na ja, wir hatten schon genug Glück gehabt an dem Tag. Wir sind viele Mögliche Lösungen durchgegangen während der fahrt falls es mit dem Benzin nicht klappen würde. Diese mussten wir zum Glück nicht ausprobieren.

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Banff

Diese Stadt ist eine von den bekanntesten Städten in den Rocky Mountains von Alberta. Als wir da angekommen sind, konnten wir verstehen wieso diese Stadt so berühmt ist. Um die Stadt herum sind nur große Berge. Banff befindet sich in einem wunderschön und kleinen Tal. Man hat das Gefühl, in der Mitte einer Berges zu sein. Und das alles ohne einmal wandern oder ein Berg bestiegen zu haben.

Viele Touristen die dahin gehen, gehen nicht mal wandern oder Skifahren. Sie spazieren durch die lange große Straße des Dorfes und kaufen ein paar Souvenirs ein. Wir haben es geschafft ohne ein Campingplatz zu bezahlen in Banff zwei Nächte zu Übernachten. Allerdings ging das nur weil wir in der Nebensaison da waren. Wenn ihr in der Hochsaison dorthin reist, könnt ihr es vergessen in Banff zu übernachten ohne ein Campingplatz im Voraus zu buchen. Die Stadt ist relativ klein und voll mit Touristen. Auch alle Läden da sind teurer als an allen anderen Orten. Auf jedenfall gibt es dort viele Möglichkeiten um wandern zu gehen.

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Burger mit Laugenbrötchen

Wir haben uns entschlossen nicht eine dritte Nacht in Banff zu übernachten, nachdem wir nach der 2 Nacht von einem verärgerten Anwohner geweckt wurden. Deswegen haben wir uns nach dem ganzen Tag wandern auf dem Sulphur Mountain auf den Weg nach Canmore gemacht. Canmore ist ein kleines Dorf und hat weniger Touristen als Banff, was für uns ein großes plus war. Um die Stadt herum sind auch eine Menge hübscher Berge. Allerdings nicht zu vergleichen mit Banff. Leider hatten wir nicht genug Zeit um dort zu wandern, auch wenn es dort viele Möglichkeiten dafür gibt.

Wir waren extrem fertig nach dem ganzen Tag (auch weil wir so früh geweckt wurden) und wollten nur etwas essen und uns ausruhen. Wir haben uns erlaubt essen zu gehen und kurz danach sind wir in einer Brauerei gelandet wo man angeblich leckere Burger essen könnte. Das Bier war richtig lecker und als die Burger gekommen sind haben wir eine äußerst positive Überraschung erlebt: die Burger waren mit Laugenbrötchen gemacht! Das war der absolute Hammer. Nicht nur weil wir richtig hungrig waren, sondern auch weil wir euch versprechen können, es waren die leckersten Burgers die wir in Kanada gegessen haben (Spoiler Alarm: wir können euch auch schon sagen, es waren die besten Burger die wir in Kanada und den USA gegessen haben 😉 ).

Wir konnten uns leider keine Zeit nehmen um ein bisschen klettern zu gehen. Aber falls ihr da mal seid und Lust habt zu klettern, Canmore hat eine riesige Halle zum Klettern. Wir waren ganz traurig dass wir nicht einmal rein gegangen sind.

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Grill’n und Chill’n mit neuen Freunden in Nelson

Die beste Seite von Hostels und Couchsurfing ist dass man viele Leute kennen lernt. Wir haben ein anderes Paar aus Barcelona kennen gelernt. Die waren auch in BC mit einem Wohnmobil unterwegs und wir haben uns in Nelson getroffen. Wir haben gegrillt, Bier getrunken und um ein Lagerfeuer gesessen an einem sehr ruhigen See. Es ist schön die Routine auch mal zu unterbrechen. Wir haben es sehr genossen mal ein bisschen zu chillen und mit andere Menschen zu Essen und unsere Erfahrungen auszutauschen.

Bis zu diesem Punkt von der Reise haben wir immer jeden Tag sehr viel gemacht. Wir haben am vorherige Abend entschieden was wir am nächsten Tag machen wollten oder es direkt am Morgen entschieden. Und dann sind wir den ganzen Tag am wandern gewesen oder unterwegs um uns Dinge anzusehen. Es war schön ein bisschen mehr Zeit in dem Camper zu verbringen und auch gutes essen zu teilen. Wir sind da 2 Tage geblieben bevor wir weiter gefahren sind. Wir hatten schon ein bisschen Zeitdruck um den Camper pünktlich am 3. Mai zurück zu geben.

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Wie es ist wenn man von der Polizei geweckt wird

Wir haben uns entschlossen das Wohnmobil ein bisschen von außen und von innen sauber zu machen (auch wenn wir bei der Abgabe gemerkt haben das es totale Zeitverschwendung war). Aber wir wollten vermeiden eine extra Reinigung bezahlen zu müssen. Das Putzen war schnell und easy aber einen geeigneten Platz zu finden wo man die Tanks von Abwasser und Toilette leeren konnte war eine ganz andere Geschichte! Normalerweise haben fast alle Städte in BC eine Abwasserentleerungsstation.

Leider war die Station wo wir waren ein bisschen komisch und man musste pro Minute bezahlen, die man gebraucht hat um die Tanks zu entleeren. Die Tankentleerung unseres Wohnmobiles war nicht die schnellste, da die Tanks vorne angebracht waren. Somit mussten wir versuchen das Auto so zu Parken dass der vordere Teil viel höher stand als der hintere. Ergebnis: wir haben 3 Stunden gebraucht um ein Campingplatz zu finden der uns erlaubt hat die Abwasserentleerungsstation zu benutzen. Wir waren ein bisschen unmotiviert und erschöpft nach der ganzen Suche, so das wir uns entschieden haben einfach einen Parkplatz zu suchen und dort zu essen und zu schlafen. Am nächsten Tag mussten wir ziemlich früh aufstehen wenn wir nicht zu spät bei der Rückgabe sein wollten.

Wir waren überrascht, das wir so schnell einen Parkplatz gefunden haben wo kein Schild mit „Übernachten verboten“ zu sehen war. Es war eine noch größere Überraschung als gegen 7:30 Uhr jemand an unserer Tür klopfte. Beim zweiten mal fanden wir heraus, dass es die Polizei war. Geda zog sich einen langen Pulli an und öffnete die Tür. Die Polizisten waren von dem kleinen Mädchen mit den verwuschelten Haaren sehr überrascht und meinten nur das wir auf dem Parkplatz von der Polizeiakademie geparkt hätten und dieser natürlich nur für Schüler da ist.

Geda hat sich tausendmal entschuldigt und meinte dass wenn wir es gewusst hätten, hätten wir gar nicht hier geparkt. Nur haben wir kein Schild mit der Information finden können. Einer der Polizisten stimmte zu, dass man mehr Geld dafür investieren müsste um den Parkplatz deutlicher zu signalisieren. Geda bat um eine halbe Stunde und diese haben wir problemlos gekriegt. So hat der letzte Tag mit dem Wohnmobil angefangen. Erst waren wir geschockt aber danach haben wir uns totgelacht. Na ja, zum Glück war das die erste und die letzte Begegnung mit der Polizei.

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